Pressemitteilung vom 29.07.2015 – Campen für den ökologisch und sozial gerechten Wandel

Auch Kohlebefürworter*innen sind zu einem respektvollen Dialog eingeladen.

Die Zeit der umweltschädlichen Braunkohle geht zur Neige. Selbst die Energiekonzerne haben dies erkannt und ziehen sich aus dem Kohlegeschäft zurück. Das darf jedoch nicht bedeuten, sich aus der Verantwortung für die Folgeschäden, wie Spreeverockerung und Arbeitslosigkeit, zu stehlen. Es gilt, Lösungen für die Zeit nach der Kohle zu finden, sowohl für die Beschäftigten in der Kohle als auch für die Umweltschäden. Das Klimacamp bietet einen Rahmen, mögliche Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen zu erarbeiten und zu diskutieren!

Matthias Hartung, Chef der Kraftwerkssparte RWE Generation, teilte am 15. Juli der Presse mit „Bei uns hat auch der Letzte begriffen: Es geht ums Überleben“. Die Frage ist also: Wann kommt der anstehende Strukturwandel und wie schmerzhaft wird er sein? Die Strategie des Abwartens bereitet nicht den Weg in eine lebenswerte Zukunft. Die Verantwortung für eine Lösung liegt bei uns allen. Eine solche wollen wir gemeinsam finden, aufeinander zugehen, einander zuhören, mitgestalten und damit gemeinsam die Demokratie beleben. Alle uns freundlich gesinnten Menschen sind herzlich willkommen und auch Kohlebefürworter*innen laden wir zu einem respektvollen Dialog ein!

„Das Programm des Camps ist auch dieses Jahr wieder vielfältig: Mit Workshops, Exkursionen, einer großen Podiumsdiskussion, Dokumentarfilm-Abenden, bunten Protesten vor der Vattenfall-Zentrale, der IG-BCE-Geschäftsstelle und vor dem Kraftwerk Jänschwalde sowie Yoga, Feiern und veganer Küche ist für jede*n etwas dabei.“ sagt Rafaela Müller, eine der Organisator*innen des Camps.

Dieses Jahr ist ein spannendes und wichtiges Jahr für die nationale und internationale Klimagerechtigkeit und Energiepolitik. Der UN-Klimagipfel in Paris steht vor der Tür, im Rheinland wird es den wohl bisher größten Anti-Kohle-Protest geben und Vattenfall will aus dem Lausitzer Braunkohle-Geschäft aussteigen.

Wir kämpfen lokal gegen den Aufschluss und die Erweiterung von Tagebauen, gegen Umsiedlung, Spreeverockerung und für eine konsequente Energiewende. Dabei ist das Lausitzer Klima- und Energiecamp ein Teil der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit!

Gegen neue Kohletagebaue, für Klimagerechtigkeit und für eine demokratische Energiewende!

5. Lausitzer Klima- und Energiecamp
vom 5. bis 9. August 2015
in Groß Gastrose bei Guben

Die Presse AG vom Lausitzcamp

mail: presse@lausitzcamp.info

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