Pressemitteilung vom 14.05.2016 – Hunderte Demonstranten fordern: Keine Zukunft mit der Kohle!

Welzow 14. Mai 2016

Am Samstag, dem 14. Mai 2016, demonstrieren ab 13 Uhr hunderte KlimaschützerInnen im Lausitzer Braunkohlerevier gegen neue Tagebaue und für die Energiewende. Der Demonstrationszug startet in Welzow und endet im vom geplanten Tagebau Welzow Süd II bedrohten Dorf Proschim. „Braunkohleverstromung hat weder in der Lausitz noch in anderen Regionen eine Zukunft. Um das in Paris beschlossene 1,5 Grad Ziel zu erreichen muss die Kohle im Boden bleiben“, sagt Josephine Lauterbach aus dem Organisationsteam des Lausitzcamps.

Die Demo wird von einem breiten Bündnis aus NGOs und Initiativen aus ganz Deutschland organisiert und bildet einen der Höhepunkte des diesjährigen Lausitzer Klima- und Energiecamps. In vielfältigen Redebeiträgen werden sowohl die Perspektiven von Abbagerungsgegnern vor Ort, als auch nationale und internationale Positionen aufgezeigt. Gemeinsam fordern die DemonstrantInnen die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele. Das bedeutet, dass der Kohleausstieg und damit ein sozialverträglicher Strukturwandel jetzt eingeleitet werden. Kohle stoppen, Klima schützen, Dörfer retten

 Die Klimaziele von Paris, die weltweite Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, bedeuten, dass ein Großteil der fossilen Energieträger, allen voran die besonders klimaschädliche Braunkohle, im Boden bleiben muss. Auch der schwedische Energieriese Vattenfall will raus aus der Braunkohle. Doch anstatt Verantwortung für die Region zu übernehmen und jetzt sozial- und umweltverträglich aus der Braunkohleverstromung auszusteigen, plant der Konzern das Geschäft an den tschechischen Energiekonzern EPH zu verkaufen. Die EPH ist bereits im Mitteldeutschen Braunkohlerevier als Eigentümer der MIBRAG aktiv.

Aufgrund der katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels, aber auch wegen der lokalen Umweltzerstörungen durch Braunkohletagebaue, setzen sich die Menschen in der Lausitz ebenso wie Umweltverbände und andere Organisationen bereits seit Jahrzehnten gegen neue Tagebau ein. Am Pfingstwochenende haben verschiedene Initiativen Aktionen in der Region angekündigt. „Die vielfältigen Proteste, die dieses Wochenende stattfinden zeigen deutlich, dass der Anti-Kohle Protest in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und breit aufgestellt ist“, kommentiert Marvin Kracheel aus dem Organisationsteams des Lausitzer Klimacamps. „Zusammen fordern wir einen raschen sozial- und umweltverträglichen Ausstieg aus der Kohle!“

Presse AG
 6. Lausitzcamp – Klima- und Energiecamp Pressekontakt: Marvin Kracheel | 0160 96556960 | presse@lausitzcamp.info | www.lausitzcamp.info

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