Pressemitteilung vom 18.04.2016 – Protest gegen Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte an EPH

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Am Montag, den 18.04.2016, demonstrierten AktivistInnen des Lausitzer Klima- und Energiecamps vor der Berliner Vattenfall-Zentrale gegen den Verkauf der Braunkohlesparte an den tschechischen Energiekonzern EPH. Unter dem Motto „Vattenfall-Klima kriminell“ forderten sie den Konzern dazu auf, ihre Braunkohlegruben in der Lausitz nicht zu veräußern, sondern stattdessen einen sozial- und umweltverträglichen Kohleausstieg einzuleiten. „Vattenfall hat in der Lausitz über Jahre hohe Gewinne erzielt und will sich durch den Verkauf vor der Verantwortung vor Mensch und Natur drücken!“ kommentiert Marvin Kracheel aus dem Organisationsteam des Lausitzcamps.
Derzeit stehen drei Kraftwerke und vier Tagebaue zum Verkauf. Diese gehen nun nach Angaben des Unternehmens an den tschechischen Energiekonzern EPH, der bereits im Mitteldeutschen Braunkohlerevier über seine Tochterfirma MIBRAG agiert. Der Kauf wirft sowohl rechtliche als auch umweltpolitische Fragen auf: Wer wird für die drohenden Sanierungs- und Rekultivierungskosten aufkommen? Was passiert mit den geplanten neuen Tagebauen Welzow-Süd II, Nochten II und Jänschwalde-Nord? Die Tagebaue würden nicht nur Zwangsumsiedlungen nach sich ziehen, sondern hätten auch regionale Umweltschäden, wie die Verockerung der Spree zur Folge. Außerdem steht die Eröffnung neuer Tagebaue im krassen Widerspruch zu den Klimazielen der Bundesregierung.
Klimaschutz heißt Kohleausstieg!
„Vor allem in Hinblick auf Paris muss der EPH klar sein, dass das Unternehmen in der Lausitz eine Technologie kauft, die aus klimapolitischer Sicht keine Zukunft hat. Dies werden wir auch auf dem diesjährigen Lausitzcamp durch vielfältige Aktionen deutlich machen“, kündigt die Aktivistin Josephine Lauterbach an.

Das diesjährige Lausitzer Klima- und Energiecamp wird vom 9. bis 16. Mai in Proschim stattfinden. Proschim ist derzeit von der Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd bedroht und steht damit sinnbildhaft für den zerstörerischen Einfluss der Braunkohle in der Lausitz. Ein wichtiger Höhepunkt des Camps ist eine Demonstration gegen neue Tagebaue, die von einem breiten Bündnis verschiedener Verbände und Initiativen organisiert wird. Am 14. Mai heißt es: „Kohle stoppen, Klima schützen, Dörfer retten!“

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