Pressemitteilung vom 13.05.2016 – Solidarität mit den friedlichen Protesten der Gruppe „Ende Gelände“

Proschim, 13. Mai 2016

Die Gruppe „Ende Gelände“ hat für das Pfingstwochenende verschiedene Aktionen des zivilen Ungehorsams angekündigt. Diese Aktionen richten sich nach einem vorher veröffentlichten Aktionskonsens. Von den AktivistInnen geht demnach keine Gewalt aus. Das Lausitzer Klima- und Energiecamp solidarisiert sich mit diesen friedlichen Protesten. „Die Aktionen richten sich nicht gegen die Polizei oder ArbeiterInnen von Vattenfall. Infrastruktur wird nicht zerstört. AktivistInnen, die sich an der Aktion beteiligen, setzen ein eindrucksvolles Zeichen gegen die zerstörerische Kohleverstromung“, kommentiert Josephine Lauterbach aus dem Organisationkreis des Camps.

Die Regierungen der Welt haben sich in Paris geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Hierfür müssen über 80 % der bekannten fossilen Ressourcen im Boden bleiben. Diese Ziele müssen aber auf nationaler Ebene umgesetzt werden. Hier geben noch allzu oft die Konzerne den Ton an, die von den fossilen Energien profitieren. Trotz der massiven Gefahren, die durch den Klimawandel drohen, setzen Energiekonzerne und auch Regierungen weiter auf Kohleverstromung.

Widerstand ist vielfältig

 Seit langer Zeit wehren sich Menschen aus der Lausitz ebenso wie Umweltverbände und andere Organisationen gegen die zerstörerischen Folgen der Kohleverstromung. Viele fordern einen umwelt- und sozialverträglichen Kohleausstieg und einen nachhaltigen Strukturwandel in der Region. Neben Aktionen des zivilen Ungehorsams findet am Pfingstwochenende auch eine von vielen Initiativen organisierte Demonstration gegen Kohleverstromung statt, an der sich auch das Lausitzcamp beteiligt. Die Vielfalt der Aktionsformen zeigt eindrucksvoll, dass die Anti-Kohle Bewegung von der Mitte der Gesellschaft ausgeht.

„Wir sind erschüttert über die Untätigkeit der Politik und Konzerne, die weiterhin Kohleverstromung unterstützen. Aufgrund der katastrophalen Klimaschäden und Umweltzerstörungen können wir vom Lausitzcamp nachvollziehen, wenn sich Menschen jetzt gezwungen sehen, neben Demonstrationen auch mit Aktionen des zivilem Ungehorsams gegen den Kohleabbau vorzugehen,“ sagt Marvin Kracheel aus dem aus dem Organisationsteams des Camps.

Die gesamte Solidaritätserklärung, welche von verschieden NOGs und Initiativen unterschrieben wurden, finden Sie hier.

https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/05/Soli-Erkla%CC%88rung_Ende_Gela%CC%88nde-1.pdf

Presse AG
 6. Lausitzcamp – Klima- und Energiecamp Pressekontakt: Marvin Kracheel | 0160 96556960 | presse@lausitzcamp.info | www.lausitzcamp.info

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